Bericht zur Jahreshauptversammlung 2017

Als Tagungsort wählte diesmal der Vorstand des Regionalverbandes das Vereinsheim des KGV Crimmitschau-West. Im vollbesetzten Saal konnten neben den Vertretern der Vereine Peter Paschke, Präsident des LSK, die Oberbürgermeister von Crimmitschau Holm Günther und von Werdau Stefan Czarnecki begrüßt werden. Weiterhin nahmen zwei Vertreterinnen des Landratsamtes Zwickau als Anerkennungsbehörde für die kleingärtnerische Gemeinnützigkeit teil.

Nach den üblichen Formalien erstattete die Verbandsvorsitzende Susann Schmid den Bericht des Vorstandes. In Anlehnung an die Leitlinien des Deutschen Städte-und Gemeindetages zum Kleingartenwesen ging sie auf verschiedene Schwerpunkte der Verbandsarbeit ein.

Ein wesentlicher Schwerpunkt ist die Zusammenarbeit mit unseren Städten und Gemeinden. Bei einem Einzugsgebiet von ca. 100.000 Einwohnern unseres Landkreises ist es unabdingbar mit unseren Kommunalparlamenten und den Verwaltungen zusammenzuarbeiten. Durch den demographischen Wandel hat sich der Leerstand gegenüber dem Vorjahr weiter erhöht. Die Leerstandsquote im Verband beträgt derzeit 18 %. Dies ist aber territorial unterschiedlich.

Durch die Zusammenarbeit mit den Kommunen ist es uns im Jahr 2016 gelungen, dass der Stadtrat von Crimmitschau das Kleingartenentwicklungskonzept beschlossen hat. Von der Stadt Werdau liegt uns der Entwurf vor, ohne eine aktive Einflussnahme auf den Inhalt des Konzeptes

Wenn in 2017 das Werdauer Konzept beschlossen wird, haben wir dann für 87,6 % unserer verpachteten Parzellen Kleingartenentwicklungskonzepte vorliegen. Wichtig ist, dass so ein Konzept nicht in den Schreibtischen verstaubt. Zu unseren jährlichen dezentralen Beratungen mit dem Oberbürgermeister bzw. Bürgermeistern und Vertretern des jeweiligen Stadtrates werden die Aufgaben zum Konzept abgerechnet und der Realisierungsstand eingeschätzt.

Seit 2007 gibt es in unserem Verband Tafelgärten. Auch im Jahr 2016 haben wir diese Maßnahme als Träger durchgeführt. Dem Regionalverband oblag es, neben der Antragstellung, der intensiven Betreuung der Teilnehmer, auch durch die jeweiligen Kleingärtnervereine, Materialbeschaffung, monatliche Abrechnungen usw. durchzuführen. Insgesamt kamen 40 Teilnehmer in 13 Vereinen zum Einsatz. Insgesamt wurden ca. 7 Tonnen Gemüse an die Tafel geliefert. Zugenommen haben auch die Räumungsklagen, Abmahnungen usw. Oftmals sind die ehemaligen Pächter verschwunden oder ignorieren unsere Räumungsaufforderungen, sodass eine Räumungsklage notwendig wird.

Im Bericht über die Fachberatung ging unser Kreisfachberater Felix Dropczynski auf die Realisierung unseres Schulungsplanes für die Fachberater ein. Im Verband haben wir 2016 21 Fachberaterschulungen organisiert und durchgeführt. Wie in den Jahren zuvor haben wir diese Schulungen zum größten Teil dezentral veranstaltet, um so geringere Abfahrtswege zu den Schulungen zu haben.

Im Finanzbericht ging der Schatzmeister Wolfgang Dörr auf die Abrechnung des Geschäftsjahres ein. Es konnte wieder ein positives Jahresergebnis verbucht werden. Entsprechend des Beschlussvorschlages wurde beschlossen, als finanziellen Anreiz – Tausche Konifere gegen Obstbaum -, dem Kleingärtner, wenn er eine Konifere oder noch vorhandene Waldbäume fällt, einen finanziellen Obolus von 30 € für einen Obstbaum auf Antrag  zu erstatten.

Nach einer kurzen Diskussion wurden die Gartenfreunde Kai Heuer, Ronny Streifler und Bodo Stumpe als neue Beisitzer in den Vorstand gewählt.

Natürlich sagt man auch Danke zu so einer Veranstaltung. So wurde die langjährige Vereinsvorsitzende vom KGV „Abendfrieden“ Werdau Monika Kramer und der Schatzmeister und Vereinsvorsitzende vom KGV „Waldfrieden“ Fraureuth Wolfgang Dörr mit der Ehrennadel des LSK in Gold geehrt.

Uwe Jakobeit, GF

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