Fahne verrät das Urlaubsziel

Die Kleingartenanlage auf dem Huckel wirbt um Familien mit Kindern. In einer Parzelle steht sogar ein Klettergerüst.

An der Laube von Susan Schmid weht eine Dänemark-Fahne. Die 44-Jährige hat das Erinnerungsstück kürzlich aus einem Urlaub im Ostsee-Ort Egense mitgebracht. „Weil wir an Dänemark vor allem die Kinderfreundlichkeit schätzen“, sagt die Frau aus Crimmitschau. Diese Eigenschaft trifft auch auf die Kleingartenanlage „Huckel“ zu, für die Susan Schmid als Vereinsvorsitzende verantwortlich ist. Dort ist in 14 Parzellen das Lachen der Kinder zu hören. „Die Mädchen und Jungen dürfen hier wirklich noch Kind sein. Wir haben viele junge Familien, die diesen Vorteil zu schätzen wissen“, sagt die Chefin der Kleingartenanlage. Dort gibt es mittlerweile sogar einen Spielgarten, den mehrere Laubenpieper gemeinsam betreuen. Zwischen den Obstbäumen steht das Klettergerüst.

2015-07-29

Zur Kleingartenanlage „Huckel“, die es seit 1886 gibt, gehören insgesamt 97 Parzellen. Obst und Gemüse wachsen momentan aber nur in 55 Gärten. Der Rest steht leer. Der Leerstand konzentriert sich vor allem auf den unteren Bereich, wo sich viele Gärten in Hanglage befinden. „Diese Flächen wollen wir mittelfristig an die Stadt zurückgeben“, sagt Susan Schmid. Eine Voraussetzung dafür sei allerdings der Beschluss einer Kleingartenentwicklungskonzeption (siehe Kasten).

In diesen Tagen dreht sich in der Kleingartenanlage, die sich oberhalb der Leipziger Straße befindet, fast alles um die Vorbereitungen für das „Huckel“-Fest. Die Sommerfete findet am Samstag statt. Beginn ist 14 Uhr. Dann werden für die jüngsten Besucher unter anderem Kinderschminken, Hüpfburg und Bastelstraße angeboten. Die Kleingärtner kümmern sich um die Versorgung der Gäste. Sie backen Kuchen, schmieren Speckfettschnitten und werfen den Grill an. „In der Vergangenheit haben viele Stammgäste aus Frankenhausen unser Fest besucht“, sagt Susan Schmid, die zudem an der Spitze des Regionalverbandes Werdau/Glauchau der Gartenfreunde steht und sich um die Tafelgärten in Crimmitschau und Neukirchen kümmert.

Susan Schmid hat einen Teil ihrer Kindheit in Grünberg verbracht. Im Alter von sieben Jahren zog sie mit ihrer Mutter nach Crimmitschau. Die Stadt an der Pleiße hat sich zu ihrer Heimat entwickelt. „Mich zieht es dauerhaft nirgendwo anders hin“, sagt Susan Schmid. Die einzige Ausnahme stellt der Urlaub in Dänemark dar.

Bildtext: Einen Großteil der Freizeit verbringt Susann Schmid im Schrebergarten in der Kleingartenanlage „Huckel“.

FOTO: HOLGER FRENZEL

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Werdau vom 29.07.2015

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