Jahreshauptversammlung zog Bilanz

Durch die Verschmelzung im Jahr 2014 führen wir unsere jährliche Jahreshauptversammlung in
verschiedenen Orten unseres Verbandsgebietes durch. Als Tagungsort hatten wir diesmal die
Stadthalle „Pleißental“ in Werdau ausgewählt. Als Gäste nahmen Vertreter unser vier großen
Kommunen (Werdau, Crimmitschau, Glauchau und Meerane) teil. Vorwiegend durch den demographischen Wandel hat sich der Leerstand in unseren 173 Vereinen weiter erhöht. Gegenüber dem Vorjahr stehen weitere 150 Parzellen leer, bzw. durch die Auflösung von zwei kleineren Vereinen mit 12 Parzellen, haben wir insgesamt 162 Parzellen weniger
verpachtet. Durch die jahrelange gute Zusammenarbeit mit den Verwaltungen haben wir in den
Städten Meerane, Glauchau und Crimmitschau beschlossene Kleingartenentwicklungskonzepte.

Die Stadt Werdau, wo wir 59 Vereine mit 1702 verpachteten und 287 leerstehenden Parzellen haben sind wir gegenwärtig in der Feinabstimmung zum Konzept. Dieses soll dann im Herbst beschlossen werden. Mit den Entwicklungskonzeptionen haben wir ein Mittel wo in enger Zusammenarbeit zwischen Stadt/Verband/Verein geprüft wird, welche Flächen kurz-, mittel- oder auch langfristig einer anderen Nutzung zugeführt werden kann. Problematisch ist immer die Frage der Beräumung. Hier haben wir gemeinsame Lösungen gefunden. Ein sehr großer Schwerpunkt in unserer Verbandsarbeit nimmt die Schulungstätigkeit für unsere
Ehrenämtler ein. Neben den monatlichen Vorstandssitzungen, Begehungen unserer Arbeitsgruppe Fachberatung und vor allem unsere 22 Fachberaterschulungen, die offen für alle Gartenfreunde sind, sind wir bemüht, den Bestimmungen unserer Satzung Rechnung zu tragen.
Das Thema „Tafelgärten“ nimmt seit 2007 ebenfalls einen Schwerpunkt in unserer Arbeit ein.
Gegenüber dem Jobcenter treten wir als Verband seit 2011 als Maßnahmeträger auf. Das heißt von der Antragstellung über die umfassende Betreuung, Materialbeschaffung und Abrechnung, alles läuft über unseren Verband.

Im Jahr 2015 kamen so 44 Teilnehmer in 12 Vereinen zum Einsatz. Es wurden so in ca. 19.000
Stunden über 5 Tonnen Obst und Gemüse erzeugt und an die Tafeln geliefert. Ohne die
Unterstützung der Vereine vor Ort wäre es nicht möglich gewesen.
Die rechtliche Betreuung unserer Vereine nimmt ebenfalls viel Zeit in Anspruch. Die Sprechtage in unseren Geschäftsstellen werden rege von den Vereinsvorsitzenden genutzt um sich rechtlich beraten zu lassen. In vier Vereinsstammtischen mit den Vorsitzenden haben wir uns intensiv mit dem Abschluss und der Abwicklung von Unterpachtverträgen beschäftigt. Hier werden schon die ersten Fehler gemacht. Als Dienstleistung für die Vereine führen wir das gerichtliche Mahnverfahren, von der Beantragung des Mahn- und Vollstreckungsbescheides bis hin zur Bearbeitung der Zwangsvollstreckungsmaßnahmen durch. So haben wir 37 Mahnverfahren für die Vereine bearbeitet. Leider waren viele Maßnahmen nicht erfolgreich, sodass die Vereine erstmal leer ausgehen. Weiterhin waren wir in 9 Räumungsklagen eingebunden.

Durch den Vorstand wurde eingeschätzt, dass unsere Finanzarbeit sehr solide ist. Dies wurde uns auch durch die Revisionskommission bestätigt. Einen Teil des Jahresüberschusses konnten wir unseren Hilfsfond zuführen, den wir 2012 gebildet hatten.

Die Jahreshauptversammlung nutzen wir natürlich auch, um Danke zu sagen. So wurden die
Gartenfreude Peter Berger, Vorsitzender des KGV Adlerwiese Glauchau und Gartenfreund Frank
Tröger, 2. Vorsitzender unseres Verbandes mit der Ehrennadel des LSK in Gold geehrt.

Uwe Jakobeit, Geschäftsführer

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