Kleingärtner machen der Stadt Druck

Konzept für die 55 Vereine lässt auf sich warten

Nach einiger Zeit des Stillstands könnte es im kommenden Jahr mit dem Kleingartenentwicklungskonzept für die 55 Werdauer Anlagen endlich losgehen. Uwe Jakobeit, Geschäftsführer des Regionalverbandes der Gartenfreunde im Bereich Werdau/Glauchau, unterbreitete während der Mitgliederversammlung der Werdauer Kleingärtner in Langenhessen Oberbürgermeister Stefan Czarnecki (CDU) das Angebot, bei einer gemeinsamen Gesprächsrunde im Januar mit den zuständigen Fachbereichen einen entsprechenden Zeitplan abzustecken. „Wir brauchen für unsere Mitglieder so etwas wie Planungssicherheit bezüglich der Zukunft ihrer Anlagen“, betonte Uwe Jakobeit, nachdem aus verschiedenen Kleingartenanlagen massive Kritik laut geworden war. Laut Jakobeit gibt es in Werdau aktuell insgesamt 1922 Kleingärten, von denen 215 leer stehen und 68 nicht mehr zu vermieten sind. „In den kommenden Jahren wird die Größe der freien Flächen noch weiter anwachsen“, ist sich Uwe Jakobeit sicher.

Allerdings will das Werdauer Stadtoberhaupt an seiner Strategie, das Kleingartenentwicklungskonzept durch eigene Verwaltungsmitarbeiter erarbeiten zu lassen, festhalten. „Mit einem externen Planungsbüro würden wir die Konzeption ohne die Mithilfe der Kleingärtner auf den Tisch gelegt bekommen, und wir bezahlen dafür viel Geld“, sagte Czarnecki. Für das Kleingartenentwicklungskonzept würden aktuell die entsprechenden Daten angepasst, nachdem sich in den letzten beiden Jahren hier einiges verändert habe. Der Oberbürgermeister verwies dabei auf den Flächennutzungsplan der Stadt. Auch dieser Plan werde derzeit erarbeitet. „Für die Konzeptionen ist die Mithilfe der Kleingärtner ein wichtiger Bestandteil“, betonte Czarnecki.

Quelle: Freie Presse, Ausgabe Werdau vom 15.12.2014

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