Sachsen entdeckt seine Obstschätze

Ein bedrohter heimischer Apfel wird heute die erste Obstsorte des Jahres. Nur eine der Aktionen für mehr Geschmacksvielfalt.

Es gibt ihn nirgendwo mehr zu kaufen. Und wahrscheinlich würde ihn heute auch kaum jemand kaufen: den Apfel, der Gelbe Sächsische Renette heißt. Denn neben den hübsch genormten Standardsorten im Supermarkt hätte er keine Chance. Er erreicht nicht die Größe eines Granny Smith. Er glänzt nicht so verführerisch Rot wie der Gala. Und er hat Makel, die König Kunde nicht schätzt: Flecke auf der Schale, manchmal sogar einen Wurmstich. Trotzdem ist die Gelbe Sächsische Renette die erste Obstsorte, die sich ab heute Sächsische Obstsorte des Jahres nennen darf – wegen ihrer inneren Werte.

2015-08-29 Weiterlesen

Trio zeigt auch an freien Tagen Einsatz

Mit taufrischem Obst und Gemüse beliefern Tafelgärtner jede Woche Bedürftige. In einer Crimmitschauer Anlage will man die Helfern nicht mehr missen.

Die Tomaten stehen wie eine Eins, die Kohlrabis ebenfalls. Sellerie und Zucchini versprechen eine gute Ernte. „Die Sonnenblumen haben wir zum Spaß angebaut, damit es schön aussieht und natürlich für die Vögel“, sagt Nadine Reinhold.

2015-08-25 Weiterlesen

Ein Baum – zwei Sorten

Experiment in einem Chemnitzer Kleingarten: Hier hängen Birnen neben Äpfeln. Zudem werden Tomoffeln gezüchtet. Gartendoktor Gunter Wolf erklärt, wie das geht.

Birne auf Apfel oder Apfel auf Birne? Gartendoktor Gunter Wolf ist begeistert von den Experimenten im Chemnitzer Kleingartenverein „Geibelthöhe“. Der Fachberater aus Dresden schaut sich einmal im Monat im Auftrag der „Freien Presse“ in einem Garten um – diesmal bei Bernd Reusmann. Hier fällt ihm gleich der Baum mit zwei verschiedenen Früchten auf – frisch und knackig. Die Ernte steht bevor.

2015-08-08 Weiterlesen

Fahne verrät das Urlaubsziel

Die Kleingartenanlage auf dem Huckel wirbt um Familien mit Kindern. In einer Parzelle steht sogar ein Klettergerüst.

An der Laube von Susan Schmid weht eine Dänemark-Fahne. Die 44-Jährige hat das Erinnerungsstück kürzlich aus einem Urlaub im Ostsee-Ort Egense mitgebracht. „Weil wir an Dänemark vor allem die Kinderfreundlichkeit schätzen“, sagt die Frau aus Crimmitschau. Diese Eigenschaft trifft auch auf die Kleingartenanlage „Huckel“ zu, für die Susan Schmid als Vereinsvorsitzende verantwortlich ist. Dort ist in 14 Parzellen das Lachen der Kinder zu hören. „Die Mädchen und Jungen dürfen hier wirklich noch Kind sein. Wir haben viele junge Familien, die diesen Vorteil zu schätzen wissen“, sagt die Chefin der Kleingartenanlage. Dort gibt es mittlerweile sogar einen Spielgarten, den mehrere Laubenpieper gemeinsam betreuen. Zwischen den Obstbäumen steht das Klettergerüst.

2015-07-29

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Kleines Glück im Grünen hoch über Remse

Der Gartenverein „Steingrube“ hat nur sieben Parzellen. Zwischen Wald und Feld genießen die Mitglieder ihre kultivierten Kostbarkeiten. Hoch über Remse bewirtschaften fleißige Gartenfreunde sieben Gärten zwischen Feldern und Wäldern… So könnte ein Märchen beginnen – ein wahres noch dazu. Denn der Gartenverein Steingrube existiert mit seinen sieben Gärten wirklich. Im April wurde 20-Jähriges Bestehen gefeiert. Fünf Jahre nach der Wende gründete Wolfram Crasselt den Verein. Jeder Garten ist zwischen 300 und 500 Quadratmeter groß. Die Gesamtfläche liegt bei 2700 Quadratmetern. Im April hat Wolfram Crasselt den Vereinsvorsitz aus Altersgründen an Peter Kutzlebe abgegeben. Kutzlebe und seine Frau kommen aus dem Raum Geithain und sind erst vor zweieinhalb Jahren nach Remse gezogen, weil sie sich dort nicht mehr wohlgefühlt haben. 2015-07-18 Weiterlesen

Partner im Gemüsebeet

Im Juni beginnt die Ernte von Kräutern, Beeren und Gemüse. Gartendoktor Wolf erklärt in einem Mustergarten auf der Landesgartenschau, was jetzt alles zu tun ist.

Mangold streckt seine Stängel in die Höhe. Daneben gedeihen Bohnen, Liebstöckel, Rotkohl, Tomaten. In den Beeten des Mustergartens auf der Landesgartenschau in Oelsnitz steht die Ernte einiger Sorten kurz bevor. Radieschen kann man jetzt schon naschen. Der sächsische Landesverband der Kleingärtner hat auf der Landesgartenschau im Erzgebirge ein 500 Quadratmeter großen Areal mit vielen Ideen zum Nachahmen gestaltet. Sie stammen von Studenten der Dresdner Hochschule für Technik und Wirtschaft. Präsident Peter Paschke hofft, damit vor allem junge Leute fürs Gärtnern begeistern zu können.2015-06-08 Weiterlesen

Jahreshauptversammlung des Regionalverbandes Werdau-Glauchau der Gartenfreunde e.V.

Nachdem der Verband im letzten Jahr durch die Verschmelzung des Territorialverbandes Glauchau der Gartenfreunde und des Kreisverbandes Werdau der Kleingärtner neu gegründet wurde stand zum ersten Mal die Rechenschaftslegung an.

Am 23.März 2015 trafen sich die Vertreter der Vereine im kleinen Saal der Stadthalle Meerane. Neben den Kleingärtnern nahmen  als Gäste unter anderem Teil,  der Präsident des LSK Peter Paschke, der Oberbürgermeister der Stadt Glauchau Dr. Peter Dresler und der Bürgermeister der Stadt Meerane Prof. Dr. Lothar Ungerer. Nach den ersten Formalien wie Abstimmung zur Tagesordnung, Wahl der Redaktionskommission erstattete die Verbandsvorsitzende Susann Schmid den Bericht des Vorstandes. In ihrem Bericht ging Sie auf die Schwerpunkte unseres Verbandes ein. Dabei berichtete Sie, dass sich gegenüber dem Vorjahr die verpachteten Parzellen wiederrum um 84 verringert haben. Den Teilnehmern an der Beratung wurde statistisches Material zum Verband übergeben. Daraus geht hervor, dass sich die verpachteten Parzellen von 2005 – 2014 um insgesamt 1.277 verringert haben. Zum größten Teil ist die Ursache im demographischen Wandel anzusehen.

Einen großen Schwerpunkt in der Rechenschaftslegung nahm die Auswertung der Schulungstätigkeit ein. Der Regionalverband organisierte insgesamt 55 Veranstaltungen für verschiedene Funktionsträger. So werden zwei Rechtsschulungen, 4 dezentrale Schatzmeisterschulungen, 10 Begehungen der Arbeitsgruppen „Fachberatung“  und das Herzstück unserer Schulungstätigkeit,  16 Fachberaterschulungen durchgeführt.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Berichterstattung war die Vorstandsarbeit. Monatlich werden Vorstandssitzungen durchgeführt, davon in der Zeit von Mai bis September, operativ in den Vereinen.

Trotz Verschmelzung beider Verbände  werden beide Geschäftsstellen weiter unterhalten. Diese sind zu den jeweiligen Sprechtagen Anlaufpunkt für die Kleingärtner. Für die Vereine werden die gerichtlichen Mahnbescheide erstellt (in 2014 26 neue Fälle) und die Beitreibung der Forderungen, notfalls über den Gerichtsvollzieher durchgeführt.  Gerade die Betreuung auf rechtlichem Gebiet für die Vereinsvorstände sind gut funktionierende Geschäftsstellen  und gut ausgebildete Mitarbeiter notwendig.

Im Jahr 2014 war der Verband wieder Träger einer AGH-Maßnahme. Wie in den Vorjahren wurden wieder Tafelgärten über das Jobcenter gefördert. Der Verband als Träger dieser Maßnahme betreute in den 6 Monaten 24 Teilnehmer.  Die 1-€ Jobber wurden in 11 Vereinen eingesetzt. Insgesamt wurden 5,2 Tonnen Obst und Gemüse den Tafeln zur Verfügung gestellt.

In den Ergänzungsbericht zur „Fachberatung“ ging der Kreisfachberater auf die Wichtigkeit der Fachberatung ein und wertete die differenzierte Teilnahme  der Vereine aus.

Durch den Schatzmeister des Verbandes Wolfgang Dörr wurde über die Abrechnung des Haushaltplanes und der notwendigen Beitragsanpassung gesprochen.

Das Mitglied der Revisionskommission Klaus Flehmig informierte die Anwesenden über die ordnungsgemäße Mittelverwendung, der Prüfung der Kassengeschäfte sowie der Formalitäten bei der Neugründung bezüglich der Bankvollmachten und Kassensicherheit.

In der Diskussion wurde angeregt, doch erstmal die Rücklagen anzugreifen, bevor eine Beitragserhöhung beschlossen werden sollte. Der Verbandsgeschäftsführer Uwe Jakobeit erläuterte die Wichtigkeit von Rücklagen, nicht nur im Verband sondern auch in jedem Verein.

Bei der Beschlussfassung zur Beitragserhöhung stimmten lediglich 7 Gartenfreunde dagegen.

Solch eine Veranstaltung bietet natürlich auch einen Rahmen aktive Verbandsfreunde auszuzeichnen. So wurde die Vereinsvorsitzende des KGV „Prießnitz“ e.V. Crimmitschau Karin Wittig und der Kreisfachberater Hans-Felix Dropczynski mit der Ehrennadel des LSK in Gold geehrt.

Uwe Jakobeit