Verschmelzungsbericht

Verschmelzungsbericht des Territorialverbandes Glauchau der Gartenfreunde e.V. und des Kreisverband Werdau der Kleingärtner e.V.

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. An der Verschmelzung beteiligte Vereine

2. 1. Territorialverband Glauchau der Gartenfreunde e.V.

2. 1. 1. Geschichte und Entwicklung

2. 1. 2. Struktur des Verbandes

2. 2. Kreisverband Werdau der Kleingärtner e.V.

2. 2. 1. Geschichte und Entwicklung

2. 2. 2. Struktur des Verbandes

3. Konzept für die Verschmelzung

4. Zielsetzung der Verschmelzung

5. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen der Verschmelzung

6. Verträge Mitgliedschaften

1. Einleitung

Die gesellschaftliche, insbesondere die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland im Allgemeinen und im Land Sachsen im Besonderen stellen an das Kleingartenwesen neue Anforderungen. So ist zu verzeichnen, dass eine zunehmende Überalterung der Gesellschaft stattfindet. Dies führt zu einem beträchtlichen Rückgang der Bevölkerungszahlen im gesamten Freistaat Sachsen. Gleichzeitig ist ein deutlicher Wandel im Freizeitverhalten jüngerer und mittlerer Altersschichten der Bevölkerung zu verzeichnen. Beide Entwicklungen führen dazu, dass die Nachfrage nach Kleingärten gerade von jüngeren Menschen bzw. Menschen mittleren Alters bei Weitem nicht mehr das Niveau erreicht, welches noch vor ca. 20 Jahren und davor vorhanden war. Insofern ist zu erwarten, dass es in den nächsten Jahren und Jahrzehnten zu einem spürbaren Rückgang der Kleingärten im Freistaat Sachsen geben wird. Das organisierte Kleingartenwesen ist gehalten, sich diesen Veränderungen zu stellen. Dies bedeutet auch, dass die derzeit bestehenden Organisationsstrukturen überdacht werden müssen. So wird es gerade für kleine bzw. mittlere Kleingärtnerverbände in der Zukunft nicht mehr möglich sein, ihre Tätigkeit auf dem erforderlichen qualitativ hohen Niveau durchzuführen.

Mit der Verschmelzung des Territorialverbandes Glauchau der Gartenfreunde e.V. sowie des Kreisverbandes Werdau der Kleingärtner  e.V. zum künftigen Regionalverband  Werdau/Glauchau der Gartenfreunde e.V. soll diesem Prozess Rechnung getragen werden. Mit der Verschmelzung wird auch unter den eingangs erwähnten Bedingungen ein Verband geschaffen, der aufgrund seiner Größe in der Lage ist, die bestehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen.

2. An der Verschmelzung beteiligte Verbände

2.1. Territorialverband Glauchau der Gartenfreunde e.V. (TGG)

2.1.1. Geschichte und Entwicklung

Der Territorialverband Glauchau der Gartenfreunde e.V. ist am 19.06.1990 aus den VKSK Kreisverband Glauchau – Fachrichtung Kleingartenwesen – hervorgegangen.

2.1.2. Territorialverband Glauchau der Gartenfreunde e.V.

Der Territorialverband Glauchau Gartenfreunde e.V. besteht derzeit aus 71 Mitgliedsvereinen, in denen ca. 4.500 Gartenfreunde organisiert sind. Er verwaltet insgesamt 2.963 Pachtverträge.

Höchstes Organ des Verbandes ist nach seiner derzeitigen Satzung die Mitgliederversammlung, die jährlich stattfindet.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für den Zeitraum von 3 Jahren gewählt. Ihm gehören maximal 9 Mitglieder an. Er führt die laufenden Geschäfte des Verbandes und tagt mindestens 8 x im Jahr.

Die Kassenprüfer werden alle 3 Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Der Kassenprüfer besteht aus 3 Mitgliedern, welche die Rechnungsführung und Einhaltung der Satzung im Auftrage der Mitglieder des Verbandes kontrolliert. Der TGG verfügt in seinen Gartenvereinen über 80 gut ausgebildete Fachberater, welche regelmäßig weiter gebildet werden.

Der TGG unterhält in Glauchau eine Geschäftsstelle mit einem angestellten Geschäftsführer, er ist im Vereinsregister des AG Chemnitz  (VR 50528) eingetragen, ist  Mitglied im Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. (LSK) sowie Mitglied im Verein Deutsches Kleingartenmuseum.

Zur Information seiner Mitglieder und für die Öffentlichkeitsarbeit unterhält der Verband eine Internetseite unter der Bezeichnung www.kleingarten-gc.de sowie eine Internetseite www.kleingartengeschichte.de, wo über die Traditionspflege informiert wird.

2.2. Kreisverband Werdau der Kleingärtner e.V.

2.2.1. Geschichte und Entwicklung

Der Kreisverband Werdau der Kleingärtner e.V. ist am 19.Juli 1990 aus dem ehemaligen VKSK Kreisverband Werdau entstanden. Im Jahr 1990 verfügte der Kreisverband über 87 Mitgliedsvereine. Der Verband ist im Vereinsregister des AG Chemnitz (VR 71090)eingetragen, er ist Mitglied im Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V. sowie Mitglied im Deutschen Kleingärtnermuseum

2.2.2. Struktur des Verbandes

Derzeit gehören dem Kreisverband Werdau der Kleingärtner 104 Mitgliedsvereine an, es werden 3.502 Pachtverträge verwaltet. Höchstes Organ des Verbandes ist nach seiner derzeitigen Satzung die Mitgliederversammlung, die jährlich stattfindet.

Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung für den Zeitraum von 3 Jahren gewählt. Ihm gehören maximal 9 Mitglieder an. Er führt die laufenden Geschäfte des Verbandes und tagt mindestens 8 x im Jahr.

Die Kassenprüfer werden alle 3 Jahre durch die Mitgliederversammlung gewählt. Der Kassenprüfer besteht aus 3 Mitgliedern, welche die Rechnungsführung und Einhaltung der Satzung im Auftrage der Mitglieder des Verbandes kontrolliert. Der Kreisverband verfügt in seinen Gartenvereinen über 100 gut ausgebildete Fachberater, welche regelmäßig weiter gebildet werden

3. Konzept für den Zusammenschluss

Seit dem 01.04. 1991 besteht zwischen beiden Verbänden eine Kooperation in organisatorischer und ökonomischer Zusammenarbeit. Dadurch dass der Geschäftsführer und die Sachbearbeiterin für beide Verbände tätig sind werden unter anderem die Lohnkosten gesplittet. Der TGG trägt derzeit 45 % und der KV Werdau 55 % der Kosten. Weitere Kosten wie zum Beispiel Fahrzeugkosten werden im selben Verhältnis aufgeteilt. Regelmäßig kommen die Vorsitzenden beider Verbände zu Arbeitsgesprächen zusammen. In unregelmäßigen Abständen finden gemeinsame Beratungen der Vorstände sowie der Arbeitsgruppen „Fachberatung“ statt.

Im Vorfeld der Verschmelzung wurden mehrere gemeinsame Sitzungen der geschäftsführenden Vorstände beider Verbände durchgeführt.

Zu den Jahreshauptversammlungen der Verbände am 15. März 2013 in Glauchau und am 21. März 2013 in Werdau an der die Vertreter der Mitgliedsvereine teilgenommen haben, wurde das inhaltliche Konzept der Verschmelzung sowie deren Ablauf vorgestellt. In einer gemeinsamen Sitzung der Vorstände beider Verbände am 07.02.2013 wurde das Für und Wider der Verschmelzung ausführlich erörtert.

4. Zielsetzung des Zusammenschlusses

Die Zielsetzung des Zusammenschlusses ist die Stärkung der Verbandsarbeit durch Zusammenführung der personellen und wirtschaftlichen Ressourcen der beteiligten Verbände mit dem Ziel der Förderung der Kleingärtnerei im Bereich des neu zu bildenden Verbandes. Um eine ständige Erreichbarkeit für die Vertreter der Mitgliedsvereine sowie die einzelnen Kleingärtner zu erreichen, wird der Verband sowohl in Werdau  als auch in Glauchau  eine Geschäftsstelle unterhalten. Gleichwohl soll die Verschmelzung zu einer Kosteneinsparung im Vergleich zu den derzeitigen Kosten beider Verbände führen.

Ein Nachteil ergibt sich aus der längeren Fahrzeit zu einigen ausgewählten Schulungen bzw. Veranstaltungen die in einen gemeinsamen Rahmen stattfinden müssen.

Für die Verschmelzung spricht, dass mit dieser ein einheitlicher Dachverband als Interessenvertreter der Kleingärtner geschaffen wird, was zu einer Erhöhung der Produktivität und Stärkung der Verbandsarbeit zum Zwecke der Förderung des Kleingartenwesens führt. Die Verschmelzung führt ferner zur Einsparung von Kosten sowie zur Bündelung der Kräfte durch einheitliches und geschlossenes Auftreten gegenüber politischen Strukturen und kommunalen Verwaltungen in der Region. Sie bietet nach Überzeugung der Vorstände ferner bessere Möglichkeiten auf dem Gebiet der Rechtsvertretung und der Rechtssicherheit sowie eine Erweiterung der Dienstleistungen für die Mitgliedsvereine und deren Gartenfreunde. Auch die gute gesamtwirtschaftliche Situation beider Verbände spricht für die Verschmelzung.

Die Vorstände der betroffenen Verbände vertreten insofern die Auffassung, dass die Vorteile der Verschmelzung deren Nachteile eindeutig überwiegen.

5. Wirtschaftliche Bedingungen des Zusammenschlusses

Die gesamtwirtschaftliche Situation beider Verbände bietet eine gesicherte und auskömmliche Basis, um die satzungsgemäßen Ziele des Verbandes zu erfüllen. Die laufenden Einnahmen, im Wesentlichen durch Mitgliedsbeiträge, decken die geplanten und notwendigen Ausgaben.

Für eine Übergangszeit bis zum 31.12.2015 werden die bislang unterschiedlichen Mitgliedsbeiträge beider Verbände beibehalten.

Keiner der beiden Verbände ist überschuldet, beide Verbände verfügen über Rücklagen.

6. Verträge Mitgliedschaften

Bestehende Arbeits- bzw. Dienstverhältnisse werden unverändert übernommen. Die Geschäftsstelle des Territorialverbandes Glauchau der Gartenfreunde e.V. in Glauchau wird als Außenstelle aufrechterhalten. Die Sprechzeiten werden durch Beschluss des Vorstandes geregelt.

Es bestehen folgende Verträge und Mitgliedschaften beider Verbände:

a) Territorialverband Glauchau der Gartenfreunde  e.V.:
  • Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.
  • Mitglied im Deutschen Kleingärtnermuseum
  • Aufstellung aller Miet- und Pachtverträge
b) Kreisverband Werdau der Kleingärtner e.V.:
  • Landesverband Sachsen der Kleingärtner e.V.
  • Mitglied im Deutschen Kleingärtnermuseum
  • Aufstellung aller Miet- und Pachtverträge

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